Gerhard Lichtenberger

Ein Skandal zu viel!

Web-Individualschule, Schule ohne Schulpflicht.

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Was ist eigentlich ein Hamburger?

Einen Hamburger gibt es fast in jedem Schnellrestaurant. Bestellt man  dort einen Hamburger, dann bekommt man aber keinen Menschen aus Hamburg der zwischen zwei Brötchenhälften eingeklemmt wurde, auch wenn man das bei dem abgebildeten Bild denken könnte.

Man kann also zu Burger King oder Mc. Donalds gehen, und einen Hamburger bestellen, ohne dass dafür jemand in Hamburg sein Leben lassen muss.

Wikipedia schreibt zum Begriff HAMBURGER z.B.

Ein Hamburger (auch kurz Burger) ist ein warmes Schnell- oder Fertiggericht und bildet den Standardartikel vieler Fast-Food-Ketten. Es besteht aus einem Brötchen, dem Bun, mit verschiedenen Belägen, hauptsächlich einer gegrillten Scheibe aus Rinderhackfleisch (einer Art Hacksteak), dem Patty.

Auch wenn da Hamburger drauf steht, ist da kein Hamburger drin. Man könnte es also als eine Art Etikettenschwindel bezeichnen.

Ähnlich ist das mit einer „Schule“ aus Bochum.

Was ist eigentlich eine WEB-INDIVIDUALSCHULE?

Die Web-Individualschule gibt es in Bochum. Geschäftsführerin ist eine Sarah Lichtenberger, Tochter des SPD-Ratsherr Gerhard Lichtenberger,bzw. Gerd Lichtenberger  und beide sind in dem Jugendamtsskandal verwickelt, den der WDR 2015 ins Rollen brachte. G. Lichtenberger und seine Life-Jugendhilfe GmbH waren darüber hinaus schon seit Jahren immer wieder in Skandalen verwickelt, die sich um den halben Erdball ziehen. Chile, Frankreich, Kirgistan, Ukraine, Ungarn sind einige Länder wo es regelmäßig zu Merkwürdigkeiten kam.

Und auch die WEB-INDIVIDUALSCHULE hält wohl kaum das, was der Name vermuten lässt.

In Namen findet man das Wort SCHULE, und dort gibt es auch SCHÜLER und sogar LEHRER. Auf der Internetseite findet man folgendes:

Als Fernschule bereiten wir unsere Schüler auf den
Förder-, Haupt- oder Realschulabschluss vor. In einer 1-zu-1 Beschulung gehen wir dabei auf die Bedürfnisse des einzelnen Schülers ein.

Ein Einstieg in die web-individualschule ist jederzeit möglich. Wir bieten 140 Beschulungsplätze. Im Fall einer Vollbelegung führen wir eine Warteliste.

Und dann gibt es dort auch noch eine Rubrik:

Neues aus dem Lehrerzimmer.

Also alles ganz normal? Vielleicht ist das aber auch alles nur ein Etikettenschwindel?

Auf der Seite findet man viele bunte Bilder, und auch den Text:

Die web-individualschule ist eine Schule in privater Trägerschaft ohne staatliche Anerkennung. Die Schulpflicht wird in unserem Hause nicht erfüllt.

Alle Schülerinnen und Schüler müssen von der Schulpflicht befreit oder dauerhaft krank geschrieben sein.

Erstaunlich, nicht wahr? In Deutschland gibt es eine gesetzliche Schulpflicht. Kinder müssen zur Schule gehen, um die Schulpflicht zu erfüllen, aber wenn man zur Web-Individualschule geht, dann erfüllt man diese Schulpflicht nicht. Ist das also nur ein Etikettenschwindel, ist das gar keine Schule?

Und die Lehrer, sind das überhaupt Lehrer? Sieht man sich das Bild der Internetseite an, dann können die zumindest Kaffee trinken. Als Qualifikation scheint mit dies aber nicht auszureichen. Bunte Bilder auf einer Internetseite machen halt noch keine gute Schule aus.

Ich bin ja schon einer dieser „Lehrer“ begegnet. Während einer Demo in der Fußgängerzone von Bochum erschien plötzlich die Polizei. Die kamen wegen mir. Es meldete sich eine „Lehrerin“ der Web-Individualschule und erklärte wichtigtuerisch, dass sie die Wache angerufen habe. Die Polizei wollte dann von ihr wissen, was ich denn böses gesagt hätte. Die „Lehrerin“ teilte den verdutzen Polizisten mit, dass sie das nicht wüsste. Sie habe angeblich auf Anordnung ihres Chefs G. Lichtenberger angerufen. Offenbar war der Dame noch nicht mal bekannt, dass der SPD-Stadtrat Lichtenberger gar nicht der Chef der Web-Individualschule ist, sondern dies doch seine Tochter Sarah Lichtenberger ist. Ob solche Lehrer überhaupt bis 3 zählen können, die die Polizei anrufen, und erklären, sie wüssten eigentlich gar nicht warum sie die angerufen haben, weil ich nichts gesagt hatte, was zu bemängeln war. Ich habe erhebliche Zweifel an der Eignung solcher „Lehrer“.

Eine entsprechende Ausbildung als Lehrer dürften nur die wenigstens dort nachweisen können. Beim Lichtenberger-Clan gibt es üblicherweise andere Einstellungsvoraussetzungen.

Als G. Lichtenberger noch Heimleiter im Kinderheim Overdyck in Bochum war, gab es von Mitarbeitern den Vorwurf von Mobbing, was dann zur Kündigung des Heimleiters führte. Damals stellte er seinen Stiefvater im Heim als Hausmeister ein. Ist also Vetternwirtschaft das „Erfolgsmodell“ der Lichtenberger Truppe?

Zu den Lehrkräften der Web-Schule gehört inzwischen auch ein J. de Haen. Früher arbeitete der bei AUTISMO in Bochum wurde dort aber gegangen. Er hatte anscheinend etwas zu viel „Nähe“ zu der Mutter eines seiner Patientinnen entwickelt. Diesbezüglich gab es auch ein Strafverfahren gegen den Therapeuten. Die Staatsanwaltschaft hatte damals eine Bewährungsstrafe gefordert, wegen angeblichen sexuellen Missbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs- oder Betreuungsverhältnisses. Von dem Vorwurf hat das Gericht den Therapeuten freigesprochen, ihn aber wegen eines weiteren Straftatbestand verurteilt. Der Vorwurf lautete Geheimnisverrat. Der Therapeut hatte seiner damaligen Geliebten indirekt mitgeteilt, dass sich ihr Ehemann an ihn gewandt hatte, weil er wegen der Untreue seiner Frau Redebedarf mit einem Psychologen hatte. Bei seiner Anfrage hatte er jedoch nicht gewusst, dass – ausgerechnet – dieser Psychologe derjenige war, mit dem ihn seine Frau betrogen hatte. Das Landgericht verhängte wegen des Geheimnisverrates eine Geldstrafe auf Bewährung („Verwarnung mit Strafvorbehalt“) in Höhe von 3000 Euro (60 Tagessätze). Die Oberstaatsanwältin wollte sieben Monate Haft auf Bewährung.

https://linkverzeichnis.wordpress.com/2015/09/01/gericht-haelt-affaere-eines-psychologen-fuer-nicht-strafbar/

Die Einstellungsvoraussetzungen scheinen  also schon bemerkenswert, auch bei diesem Lichtenberger Unternehmen.

https://gerhardlichtenberger.wordpress.com/2015/11/25/fremdbeitrag-zur-web-schule/

Als im April/Mai 2016 neue Vorwürfe gegen G. Lichtenberger und die Life-GmbH bekannt wurden, da ergriff sofort der Leiter des Volkshochschule Bochum Partei für Lichtenberger. Kein Wunder, denn die VHS ist einer der Profiteure der Lichtenberger Aktivitäten.

Da die Web-Individualschule nicht von der Schulpflicht befreit, müssen die Schüler ihre Prüfungen an anderen Schulen ablegen. In Bochum legten die Schüler ihre Prüfungen bei der VHS ab. Ein typisches Klingellingelding.

Und obwohl die Webschule als Schule gar nicht staatlich anerkannt ist, gibt es doch einen Freunde- und Förderkreis. Da lohnt ein Blick hinter die Kulissen. Wie immer erscheinen die Internetauftritte nett und spiegeln eine heile Welt vor. Sie finden auf der Seite der Life-Jugendhilfe zwar reichlich Presseberichte, aber natürlich keinen vom SPIEGEL, TAZ, oder WDR, oder von http://beamtendumm.wordpress.com bzw.

https://gerhardlichtenberger.wordpress.com . Der Leser erfährt also nichts über die Skandale in Chile, (SPIEGEL)

https://linkverzeichnis.wordpress.com/2004/02/02/straftaeter-risiko-am-rio-coco/

(taz)

https://linkverzeichnis.wordpress.com/2003/08/13/werkbank-statt-schulbank/

oder über die WDR-Sendungen zum Thema MIT KINDERN KASSE MACHEN, wo es um den Jungen PAUL in Ungarn ging.

Ähnlich auf der Seite der Web-Individualschule. Der WAZ-Bericht vom 6.5.2015 erscheint dort natürlich nicht.

https://linkverzeichnis.wordpress.com/2015/05/06/bochumer-web-schule-sieht-sich-kritischen-fragen-ausgesetzt/

 

Über die Freunde und Förderer der Webschule erfährt man nicht viel auf der entsprechenden Seite. Allerdings ist dort der Vorstand erwähnt.

  • Herr Peter Kraft
    (Jugendamt Bochum, Beisitzer)
  • Herr Achim Raab
    (Steuerberater, Schatzmeister)
  • Frau Isabell Tummes
    (Agentur Pureum, 1. Vorsitzende)
  • Herr Sebastian Gumpp
    (Webentwickler, 2. Vorsitzender)
  • Frau Sarah Lichtenberger
    (Schulleiterin der web-individualschule, Beisitzerin)
  • Herr Hans-Jürgen Bernard
    (Psychologe, Beisitzer)

Das ist also wieder typisch für den Lichtenberger-Clan. Da gibt es diese Web-Individualschule, die keine wirkliche Schule ist, weil man dort gar keinen Abschluss machen kann, und die nicht der Schulpflicht genügt, und so etwas wird gefördert und unterstützt, von einem leitenden Mitarbeiter des Jugendamt Bochum.

Genau das Jugendamt braucht man aber, um überhaupt Kinder beschulen zu können, denn die Kinder müssen vom Jugendamt von der Schulpflicht befreit werden, damit die Lichtenberger die Kinder überhaupt beschulen kann.

DIE STADTGESTALTER berichteten:

Beschulung – Paul wurde für seine Maßnahme in Ungarn vom Gymnasium genommen und bekam stattdessen 1x die Woche 2-4 Stunden Internetunterricht bei der staatlich nicht anerkannten Webschule der Tochter des Ratsmitgliedes Lichtenberger (SPD).

Es stellt sich nicht nur die Frage, ob das Vorgehen sinnvoll war, sondern ob es überhaupt rechtmäßig gewesen ist.

Der Bochum Untersuchungsbericht zeigt, dass die Zweifel an der Rechtmäßig- und Sinnfhaftigkeit dieser Art der Beschulung angebracht sind: Die in jedem Fall erforderlichen Genehmigungsverfahren über die Schulaufsichtsbehörde können vom Jugendamt Bochum weder für den Webunterricht noch für eine evtl. Aussetzung der Schulpflicht nachgewiesen werden. Dass die erforderlichen Genehmigungen je eingeholt wurden, darf daher bezweifelt werden.

http://die-stadtgestalter.de/2015/11/20/jugendhilfe-sksieren-koennen/

Das so etwas dann auch noch vom Jugendamt, bzw. von einem leitenden Mitarbeiter des Jugendamts gefördert und unterstützt wird geht gar nicht, besonders da ja dieses Jugendamt dann der Web-Dingsbums auch noch die Schüler liefert, und evtl. die Bezahlung übernimmt.

DIE STADTGESTALTER berichten, dass PAUL in Ungarn zwischen 2 bis 4 Stunden Unterricht am PC bekam, das Jugendamt hatte aber ca. 170 Stunden im Monat bestellt und sicherlich auch bezahlt.

Hier nochmal der Text der „Schule“.

Als Fernschule bereiten wir unsere Schüler auf den
Förder-, Haupt- oder Realschulabschluss vor. In einer 1-zu-1 Beschulung gehen wir dabei auf die Bedürfnisse des einzelnen Schülers ein.

Ein Einstieg in die web-individualschule ist jederzeit möglich. Wir bieten 140 Beschulungsplätze. Im Fall einer Vollbelegung führen wir eine Warteliste.

Es gibt also 140 Plätze und eine 1-zu-1 Beschulung. Bräuchte man dann nicht auch 140 Lehrkräfte? Natürlich nicht, zumindest dann, wenn die Schüler eben nicht die vollen Stundenzahlen bekommen. Offenbar dürfen an Schulen pro Woche maximal 34 Schulstunden unterrichtet werden. Rechnet man den Monat einfach mit 4 Wochen, dann kommt man auf 136 Stunden. Bei dieser Stundenzahl bräuchte man bei 140 Schülern und eine 1-zu-1 Betreuung tatsächlich 140 Lehrkräfte. Bekommen aber die Schüler nur die halbe Stundenzahl, dann könnte man für 140 Schüler mit 70 Lehrkräfte auskommen.

Bei Paul waren es nur ca. 16 Stunden im Monat. Bei dieser monatlichen Stundenzahl kann eine 1-zu-1 Betreuung mit weniger als 20 Lehrkräften gestemmt werden. Hier etwas aus der Chronik der Webschule.

 

Chronik der web-individualschule

  • 2002: Gründung (2 Mitarbeiter)

  • 2003: Erster Abschluss

  • 2005: Leitungswechsel: J. Krautscheid/S. Lichtenberger

  • 2010: Umzug in die Hermannshöhe (5 Mitarbeiter)

  • 2011: Leitungswechsel: S. Lichtenberger

  • 2014: Erstmals über 100 Schüler

  • 2015: Umzug in die Wittener Str. 2 (12 Mitarbeiter)

 

Es darf also bezweifelt werden, dass bei PAUL jemals beabsichtigt war ihn die bezahlten 170 Stunden zu unterrichten. Es scheint mir unmöglich zu sein, dass man 100 Schüler mit nur 12 Mitarbeiter 1-zu-1 betreut, wenn die genügend Unterrichtsstunden bekommen.

Nochmal zur Erinnerung, das wird von einem Peter Kraft, der leitender Mitarbeiter beim Jugendamt Bochum ist, gefördert und unterstützt, und auch das Jugendamt Bochum wird an der Bestückung dieser merkwürdigen Einrichtung maßgeblich beteiligt sein.

Vielleicht muss man sich langsam mal die Frage stellen, ob der Begriff KINDERHILFSINDUSTRIE noch ausreichend ist, oder ob man in Bochum nicht schon von einer KINDERHILFSMAFIA ausgehen muss.

Zu dem ganzen Dilemma kommt ja noch dazu, dass G. Lichtenberger nicht nur SPD-Mitglied ist, sondern auch noch im Stadtrat von Bochum ist, und in vielen Ausschüssen sitzen dürfte.

Auch seine Tochter Sarah Lichtenberger ist nicht nur in der Web-Dingbums als Geschäftsführerin tätig, sondern auch bei anderen Einrichtungen, um sich möglicherweise Kundschaft zu angeln.

Ich empfinde es ebenfalls als skandalös, dass diese „Schule“ die nicht wirklich eine Schule ist, inzwischen über 100 Kinder unterrichtet, und die damit der gesetzlichen Schulpflicht entzieht. Wie dem Bericht der STADTGESTALTER zu entnehmen ist, fehlte es da in der Vergangenheit sogar an einer vernünftigen Prüfung der Behörden.

Diese Web-Individualschule gehört wahrscheinlich besser morgen, als übermorgen wieder geschlossen.

 

 

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2 Kommentare zu “Web-Individualschule, Schule ohne Schulpflicht.

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