Gerhard Lichtenberger

Ein Skandal zu viel!

STREITWERT: Warum eigentlich nicht 200.000 ?

3 Kommentare

Angeblich hatten wir am 27.8.2015 während einer Demo einen Flyer ausliegen/verteilt mit dem Gesicht von Gerhard, und der Aufforderung, ihn, den SPD-Stadtverordneten, zum OB zu wählen.

Zum OB? Zum Tampon des Monats? Nein, natürlich nicht, gemeint sollte sein zum Oberbürgermeister der Stadt Bochum.

Diesen Flyer hatten wir damals aber weder ausliegen noch verteilt. Dem SPD-Stadtverordneten, der lt. SPD mal Gerd und mal Gerhard heißt, dem gefiel das Auslegen oder Nichtauslegen, dem gefiel das Verteilen bzw. Nichtverteilen ganz und gar nicht. Er verklagte ein Mitglied der Partei DIE LINKE, und verlor. Er verlor grandios, und nun hat er den Salat und die Kosten. Was könnte denn das Verteilen so eines Flyers eigentlich wert sein?

100.000 Euro meinte der Anwalt von Lichtenberger, denn er wollte dass der Streitwert des Verfahrens auf 100.000 Euro festgelegt wird. Das Gericht folgte natürlich seinem Antrag, und hat nun den Streitwert um ein paar Papierfetzen auf 100.000 Euro festgelegt. Nach dem Streitwert berechnen sich nicht nur die Gerichtskosten, sondern besonders auch die Anwaltskosten. Und das Schöne ist, dass die Zeche dann der Verlierer zahlt.

Wer hat denn nun das Verfahren um die nicht verteilten Flugblätter gewonnen?

Gewonnen hat Stefan, und wo es einen Gewinner gibt, da gibt es dann auch einen Verlierer, und das ist unser SPD-Gerhard. Er darf nun die Kosten bezahlen, die bei einem Streitwert von 100.000 eben wesentlich höher sind als z. B. bei 10.000 Euro, oder 1.000 Euro.

Schon jetzt beklagen sich Mitarbeiter, dass sie von Lichtenberger und seiner Life-GmbH nicht mehr korrekt bezahlt würden. Das Geld komme gar nicht, nur teilweise, oder verspätet. Schon jetzt soll deshalb ein weiteres Ermittlungsverfahren anhängig sein. Da werden die Anwaltskosten dem Zahlungswillen nicht unbedingt förderlich sein. Lt. Prozesskostenrechner im Internet sollen die Anwaltskosten ca. 9000 Euro betragen, und die Gerichtskosten ca. 3000 Euro. Ob das noch teurer wird, weil das Verfahren vor dem Landgericht stattfand ist mir nicht bekannt, aber zu vermuten.

Außerdem kommen bestimmt noch weitere Kosten dazu, weil es zuvor noch einen einstweiligen Beschluss gab.

Beim LG Bochum hatte der Anwalt von Lichtenberger bereits angekündigt, dass er auch noch zum OLG gehen wolle, wenn man, wie geschehen, verlieren sollte. Als Anwalt würde ich das auch so machen. Ob Lichtenberger einmal verliert, zweimal, gleich viermal, das kann dem Anwalt doch egal sein, er kassiert trotzdem. Damit könnten Lichtenberger am Ende sogar ca. 40.000 Euro Kosten entstehen in den Verfahren gegen Stefan und mich.

40.000 Euro, das ist mal eine Hausnummer. Mal zum Vergleich.

Der freiberufliche Betreuer von Paul bekam für seine Tätigkeit 600 Euro im Monat, im Jahr sind das 7200 Euro. Fast 6 Jahre müsste der ungarische Rentner ein Kind betreuen, um von Lichtenberger auch 40.000 Euro zu kassieren.

2015 wollte Lichtenberger der SPD 5.000 Euro spenden. Nach den veröffentlichten Skandalen in der MONITOR-Sendung, wollte die SPD die Spende nicht mehr haben von ihrem Partei-„Freund“. Auf die paar Kröten wollten die lieber verzichten. Kann ich verstehen, wenn Stefan und ich dem SPD-Stadtverordneten sogar 40.000 Euro Wert sind.

Schade dass ich nicht der Urheber dieses Flyers/Plakat bin. Ich hatte den Wert des Flyers/Plakat gar nicht richtig eingeschätzt. Ein echtes Meisterwerk offenbar, das schon jetzt 40.000 Euro wert ist. Schlichtes Design hat halt seinen Wert.

Ich überlege nun, ob ich nicht so ein Meisterwerk erschaffen sollte, und zwar in Farbe. Bevorzugt werden die Farben schwarz und rot. Schwarz, weil er sich über mein Meisterwerk dann schwarz ärgern kann, und rot, weil er sicherlich vor Wut rot anlaufen würde. Und ein roter Gerhard, auf schwarzen Grund, Hölle, woran erinnert mich das bloß?

So ein Meisterwerk wäre doch bestimmt auch noch 40.000 Euro Wert.

Ein Tipp habe ich noch. Wenn das Verfahren Lichtenberger gegen Schreiber stattfindet, kann man da nicht beantragen den Streitwert auf 200.00o Euro festzusetzen? Ich gebe es zu, ich bin eigen. Ich will mehr wert sein als Stefan, denn immerhin war ich mal Mitglied der CDU.

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3 Kommentare zu “STREITWERT: Warum eigentlich nicht 200.000 ?

  1. Tipp an die Mitarbeiter – das Arbeitsamt bezahlt das Insolvenzausfallgeld rückwirkend nur für DREI Monate – also rechtzeitig beim Amt melden! Wer sich vertrösten lässt und den üblichen Sermon glaubt, fällt unter Paragraph ’sz‘ (selber tzschuld). einfach zur Behörde marschieren, den Rest müssen die dann machen! (Oder hat man so gut verdient, dass man Monate ohne Gehalt einfach überbrücken kann? Eine Anfrage bei Krankenversicherung kann sich auch lohnen, denn wenn das Gehalt nicht kommt, werden diese Beiträge auch nicht bezahlt = nicht mehr krankenversichert = Privatpatient mit Rechnung!
    Außerdem kann man das Arbeitszeugnis mit Hinweis auf Insolvenz auch slebst schreiben, bzw. eine Eigenbeurteilung danebenstellen.
    Pers. wir hatten schon ein Unetrnehmen, die ließen sich 7 Monat evertrösten bis alles zusammenkrachte – der Chef hat in diesem Zeitraum aber gut ‚umgelagert‘ und seine eigene Versorgung gesichert. Die Mitarbeiter bekamen die Rechnungen.

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