Gerhard Lichtenberger

Ein Skandal zu viel!

Life in aller Munde

2 Kommentare

In den letzten Tagen erschienen auf einem anderen Blog mehrere Beiträge, die als Vorbereitung zu diesem Beitrag veröffentlicht wurden. Das waren die Beiträge über die einige Stadtverordnete, sowie der Beitrag mit den Bildern vom Demomobil.

Am 25.11.2015 fand in Bochum eine Sitzung des Jugendhilfeausschuss statt. Das Thema LICHTENBERGER (SPD) bzw LIFE JUGENDHILFE GMBH waren nicht auf der Tagesordnung. Einige Tage vor der Sitzung hatte das Rechnungsprüfungsamt seinen Bericht über das Jugendamt Bochum veröffentlicht. Deshalb wäre es möglich gewesen, dass die Tagesordnung diesbezüglich ergänzt worden wäre. Deshalb hatte ich mich entschlossen an der Sitzung teilzunehmen. Für den 25.11.2016 wurde vor der Sitzung vorsorglich eine Demo angemeldet.

Ab ca. 12 Uhr war ich vor dem Rathaus. Es war kalt,und ich war alleine, allerdings waren 2 Polizisten in meiner Nähe, zumindest die meiste Zeit. Ich habe mein Demomobil aufgebaut, allerdings nicht dieses hier, das war am Mittwoch noch kaputt. Meine Lautsprecheranlage hatte ich zwar angemeldet, aber gar nicht aufgebaut. Da es so kalt war hatte ich nicht vor eine Rede zu halten.

Gegen  15 Uhr habe ich dann wieder abgebaut, und fuhr zur Sitzung. Ärger, wie in Siegburg, gab es nicht. In der Sitzung angekommen kam einer der stellvertretenden Vorsitzen zu mir, und fragte mich, ob ich wegen der LIFE kommen würde. Da ich schon wusste, dass es an diesem Tag nicht um LICHTENGERGER/LIFE gehen würde, antwortete ich, dass ich nicht nur deswegen gekommen wäre. Die Frage zeigt aber, dass ich nicht mehr ganz unbekannt bin.


 

Im Sitzungssaal gab es auch Getränke. Ich bemerkte die kleinen Mineralwasserflaschen. Sie trugen die Aufschrift Life. Was für ein bizarrer Zufall, oder?

Ein Ratsmitglied kam um sich ein Wässerchen aus der Kiste zu holen. Ich saß mit meinem Rollstuhl direkt an  der Quelle, und nahm mir auch eine Flasche. Die Stadtverordnete wollte mir die Flasche öffnen, aber ich erklärte ihr, dass ich die Flasche nur fotografieren wollte. Sie dachte wegen der Form, ich habe ihr dann den Schriftzug gezeigt. Als die Frau LIFE gelesen hatte, entfuhr es ihr, dass man dies eigentlich gar nicht trinken dürfte. Ich habe ihr darauf geantwortet, dass sie wohl nicht von der SPD wäre, wenn sie so etwas sagt. Doch sie war von der SPD, meinte aber, dass sie kritisch gegenüber ihrem Parteikollegen Lichtenberger und der LIFE-Jugendhilfe sei.

Danach fing dann die Sitzung an. Ich musste auch dort bleiben, weil ich mich mit einer Lehrerin verabredet hatte, die aber nicht von Anfang an dabei sein konnte.

In der Sitzung passierte nun nichts spektakuläres. Nach ca. 10 Minuten erschien meine Verabredung,danach blieben wir noch ca. 20 Minuten und gingen dann Kaffee trinken.

Am Donnerstag wurde dann mein Elektrorollstuhl teilrepariert. Am Freitag konnte ich dann mit dem obigen Elektrorollstuhl anreisen. Weil Freitag Markttag ist, musste ich mit dem Demomobil ca. 100 Meter in Richtung technisches Rathaus ausweichen.Dort wurde das Demomobil aufgebaut,und dort entstanden dann diese Fotos.


  

Auch am Freitag wurde wieder auf Redebeiträge verzichtet. Man sieht, dass das Demomobil für reges Interesse sorgte.

Am Freitag gab es im Rathaus Bochum eine Sitzung des Rechnungsprüfungsausschuss. Gegen 14 Uhr wurde deshalb meine Straßenaktion beendet, und ich wechselte zur Sitzung. Am Mittwoch war die gesamte Seite des Zuschauerbereichs mit Stühlen bestückt. Man musste erst 2 Stühle entfernen, um Platz für meinen Rollstuhl zu schaffen. Dadurch saß ich direkt an dem Tisch mit den Getränken. Heute war dieser Platz schon frei. Extra für mich freigelassen? Hatte man mit mir gerechnet?

Zunächst begegnete ich im Sitzungssaal Dolf Mehring, der mich mit Handschlag begrüßte. Der nächste Teilnehmer war sich unschlüssig, ob er mir die Hand geben sollte. Er verzichte dann darauf, aber es gab weitere Ausschussteilnehmer, die mich heute mit Handschlag empfingen, was ich durchaus merkwürdig empfand.

Dolf Mehring ist Leiter des Jugendamt Bochum.  Ein Thema der heutigen Sitzung war der RPA-Bericht über die Vorgänge im Jugendamt bezüglich des SPS-Stadtverordneten Lichtenbrger, seiner LIFE-Jugendhilfe und der Auslandsunterbringung von jugendlichen Kindern. Damit gehörte das Jugendamt heute zu den“Bösen“. Die Kritik an dem Jugendamt war zwar mehr als berechtigt, Dolf Mehring hat aber seine Sache gut gemacht, man muss schon sagen, er hat die Behörde gut verkauft.

Erwähnenswert ist noch das Abrücken von Lichtenberger/LIFE. Das hörte sich schon Mal anders an. Vor Wochen hatte man ja noch verkündet, dass man mit Lichtenberger und seiner Life weitermachen wollte, dafür gab es hier auch Kritik. Am Freitag hörte sich das ganz anders an, wie sogar die WAZ berichtete.

https://linkverzeichnis.wordpress.com/2015/11/28/jetzt-rueckt-auch-das-jugendamt-von-der-life-gmbh-ab/#


 


 

Mein Platz neben dem Tisch mit den Getränken war schon gut. Vor der Sitzung war auch  Christian Haardt (CDU) dort. Er erklärte, dass er heute Mal vorhabe unsachlich zu werden. Ich wollte ihm eigentlich sagen, dass er dazu meinen Segen habe, hab das aber doch unterlassen.

Die Sitzung fing mit dem Jahresabschlussbericht 2014 an. Ich hatte schon mit dem Schlimmsten gerechnet, aber dieser Punkt dauerte höchstens 15 Minuten. Danach wurde das Jugendamt/Lichtenberger/LIFE thematisiert. Der Punkt fing mit einer Überraschung an.


 


 


 


Thomas Eiskirch (SPD), der neue OB von Bochum verließ die Sitzung. Er hatte sich wegen angeblicher Befangenheit selbst abgelehnt. Leider wurde über die genauen Gründe der Selbstablehnung nichts mitgeteilt. Und dabei wirft genau das Fragen auf.

Natürlich ist es mehr als richtig, dass ein Befangener an so einer Sitzung nicht teilnimmt, aber einfach nur so kann man sich dennoch nicht selbst ablehnen. Das Gesetz sagt schon deutlich wann man sich abzulehnen hat.

§ 31
Ausschließungsgründe

(1) Der zu ehrenamtlicher Tätigkeit oder in ein Ehrenamt Berufene darf weder beratend noch entscheidend mitwirken, wenn die Entscheidung einer Angelegenheit

1. ihm selbst,

2. einem seiner Angehörigen,

3. einer von ihm kraft Gesetzes oder kraft Vollmacht vertretenen natürlichen oder juristischen Person

einen unmittelbaren Vorteil oder Nachteil bringen kann. Unmittelbar ist der Vorteil oder Nachteil, wenn die Entscheidung eine natürliche oder juristische Person direkt berührt.

(2) Das Mitwirkungsverbot gilt auch, wenn der Betreffende

1. bei einer natürlichen Person, einer juristischen Person oder einer Vereinigung, der die Entscheidung einen unmittelbaren Vorteil oder Nachteil bringen kann, gegen Entgelt beschäftigt ist und nach den tatsächlichen Umständen, insbesondere der Art seiner Beschäftigung, ein Interessenwiderstreit anzunehmen ist,

2. Mitglied des Vorstandes, des Aufsichtsrates oder eines gleichartigen Organs einer juristischen Person oder einer Vereinigung ist, der die Entscheidung einen unmittelbaren Vorteil oder Nachteil bringen kann, es sei denn, er gehört den genannten Organen als Vertreter oder auf Vorschlag der Gemeinde an,

3. in anderer als öffentlicher Eigenschaft in der Angelegenheit ein Gutachten abgegeben hat oder sonst tätig geworden ist.

(3) Die Mitwirkungsverbote der Absätze 1 und 2 gelten nicht,

1. wenn der Vorteil oder Nachteil nur darauf beruht, daß jemand einer Berufs- oder Bevölkerungsgruppe angehört, deren gemeinsame Interessen durch die Angelegenheit berührt werden,

2. bei Wahlen zu einer ehrenamtlichen Tätigkeit oder in ein Ehrenamt und für die Abberufung aus solchen Tätigkeiten,

3. bei Wahlen, Wiederwahlen und Abberufungen nach § 71, es sei denn, der Betreffende selbst steht zur Wahl,

4. bei Beschlüssen eines Kollegialorgans, durch die jemand als Vertreter der Gemeinde in Organe der in Absatz 2 Nr. 2 genannten Art entsandt oder aus ihnen abberufen wird; das gilt auch für Beschlüsse, durch die Vorschläge zur Berufung in solche Organe gemacht werden,

5. bei gleichzeitiger Mitgliedschaft in der Vertretung einer anderen Gebietskörperschaft oder deren Ausschüssen, wenn ihr durch die Entscheidung ein Vorteil oder Nachteil erwachsen kann.

(4) Wer annehmen muß, nach Absatz 1 oder 2 von der Mitwirkung ausgeschlossen zu sein, hat den Ausschließungsgrund unaufgefordert der zuständigen Stelle anzuzeigen und den Sitzungsraum zu verlassen; bei einer öffentlichen Sitzung kann er sich in dem für die Zuhörer bestimmten Teil des Sitzungsraumes aufhalten. Für die Entscheidung in Fällen, in denen der Ausschluß streitig bleibt, ist bei Mitgliedern eines Kollegialorgans dieses, sonst der Bürgermeister zuständig. Verstöße gegen die Offenbarungspflicht sind von dem Kollegialorgan durch Beschluß, vom Bürgermeister durch einen schriftlichen Bescheid festzustellen.

(5) Angehörige im Sinne des Absatzes 1 Nr. 2, des § 72, des § 93 Abs. 5, § 103 Abs. 7 und des § 104 Abs. 3 sind

1. der Ehegatte oder die eingetragene Lebenspartnerin oder der eingetragene Lebenspartner,

2. Verwandte und Verschwägerte gerader Linie sowie durch Annahme als Kind verbundene Personen,

3. Geschwister, 

4. Kinder der Geschwister,

5. Ehegatten der Geschwister und Geschwister der Ehegatten,

6. eingetragene Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner der Geschwister und Geschwister der eingetragenen Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner,

7. Geschwister der Eltern.

Die unter den Nummern 1, 2, 5 und 6 genannten Personen gelten nicht als Angehörige, wenn die Ehe rechtswirksam geschieden oder aufgehoben oder die Lebenspartnerschaft aufgehoben ist.

(6) Die Mitwirkung eines wegen Befangenheit Betroffenen kann nach Beendigung der Abstimmung nur geltend gemacht werden, wenn sie für das Abstimmungsergebnis entscheidend war.

Ich habe schon ein Problem mit der ehrenamtlichen Tätigkeit bzw. Ehrenamt berufene. Gilt das überhaupt für einen OB? Ich meine, dass dies auch für so einen Personenkreis gelten müsste, aber das Gesetz gibt das evtl. nicht her. Weiterhin muss der Betreffende den Ausschließungsgrund anzeigen, also er muss nicht nur die Befangenheit anzeigen, sondern auch den Grund nennen. Es ist möglich, dass er das gemacht hat, aber der Grund wurde von der Vorsitzenden nicht genannt, dabei wäre der Grund natürlich interessant.

Auch interessant könnte sein, dass keiner der Anwesenden nach dem Grund gefragt hat, und dass die WAZ dies in ihrem Beitrag nicht thematisiert hat.

Aber vielleicht gibt es noch weitere Paragraphen nach denen der OB doch verpflichtet wäre, sich selbst abzulehnen. Dies kann ich natürlich nicht ausschließen.

Christian Haardt (CDU) eröffnete die Diskussion mit einem deutlichen Redebeitrag. Er sprach davon, dass er sich schon lange nicht mehr so von einer Behörde verarscht vorkommt, wie von dem Jugendamt. Das was das Jugendamt in der Vergangenheit in den Ausschüssen von sich gegeben habe, erinnere ihn an ein Märchenstunde. Er empfindet es auch als eine Unverschämtheit, dass die LIFE-Jugendhilfe GmbH zwar behauptet, dass die Kinder angeblich von Fachkräften betreut würden, aber den entsprechenden Nachweis, mit dem Hinweis auf Datenschutz, verweigert. Diese Meinung wurde von allen Rednern aller Parteien geteilt. Haardt fordere auch man solle von der Life möglicherweise Schadenersatz fordern, und forderte, dass man gegen die Verantwortlichen dort einen weiteren Strafantrag stellt. In einem weiteren Redebeitrag teilte er dann noch mit, dass man selbst Strafantrag stellen würde, wenn es die Stadt nicht machen würde. Christian Haardt hat mir ausgesprochen gut gefallen. Anders als im Bundestag scheint bei so einem Ausschuss kein Beifall üblich zu sein,deshalb verzichtete ich auch drauf. Als der Redner nach seinem Beitrag zum Getränketisch ging erhielt er von mir symbolisch Beifall, was ihm natürlich gefiel.


Wolfgang Breßlein (SPD) hat geantwortet. Er hat nur teilweise widersprochen, und machte auf mich nur einen mittelmäßigen Eindruck. Die Weigerung eine Qualifikation nachzuweisen kam auch bei dem Parteigenossen von Lichtenberger nicht gut an. Das Jugendamt Bochum hat einen Jugendlichen in Frankreich untergebracht. Lichtenberger oder die Life soll behauptet haben, die Pflegeperson sei Lehrer, aber der geforderte Nachweis wird verweigert.

Noch bei der Ratssitzung am 17.11.2015 in Siegburg hatte Lichtenberger behauptet, dass die Pflegepersonen angeblich Fachkräfte wären. Natürlich sind auch Bauern und Handwerker Fachkräfte, nur nicht auf dem Gebiet der Kindererziehung. Und seit der Berichterstattung von MONITOR über Paul, weiß man von der „Kreativität“ die Lichtenberger bei der Beschaffung von Fachkräften an den Tag legen kann.

Wird man bei Lichtenberger/LIFE vielleicht Fachkraft durch Handauflegen?

Vielleicht hat der französische „Lehrer“ ja mal eine Nachhilfestunde in der Lichtenberger Webschule gegeben, die anscheinend ganz besonders befähigte Leerkörper, da hat offenbar meine bekannte Rechtschreibschwäche wieder zugeschlagen, ich meinte natürlich Lehrkörper, beschäftigt. Ob diese „Lehrer“ damit aber auch gleichzeitig zu einer pädagogischen Fachkraft mutiere, darf durchaus bezweifelt werden.

Der Datenschutz muss übrigens häufig herhalten, um berechtigte Auskünfte zu verweigern. Ich überlege mir nun, ob ich mich nicht als Busfahrer, Lokführer oder gar Pilot bewerben sollte. Bei der Frage nach der nötigen Qualifikation bejahe ich diese dann.  Sollte ich dann den Job bekommen, dann werde ich den geforderte Qualifikationsnachweis, Busführerschein, Lockführerausbildung, Pilotenschein etc., mit dem Hinweis auf den Datenschutz, verweigern. Ob mein neuer Arbeitgeber Verständnis dafür aufbringt?


Katharina Schubert-Loy enttäuschte mit ihrer Behauptung, dass solche Auslandsmaßnahmen angeblich erfolgreich und nötig wären. Hier muss ich der guten Frau deutlich widersprechen.

Kann es einem Kind helfen, wenn es mal eine Ohrfeige bekommt?

Ich will dies Frage hier nicht beantworten, weil sich die Frage eigentlich gar nicht stellt. Nach unseren Erziehungsmaßstäben hat jedes Kind ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Das mag nicht immer richtig sein, ist aber hier Gesetz.

Und damit erübrigt sich auch die Frage ob es einem Kind helfen kann, wenn es 1000 Kilometer oder mehr, von zu Hause untergebracht wird, Stellt sich eigentlich keiner mal die Frage, ob diese Deportationen unserer Kinder um den ganzen Erball mit unserem Grundgesetz vereinbar ist? Es wird Zeit, dass so ein Fall mal vom Bundesverfassungsgericht entschieden wird, denn ich bin mir sicher, dass das völlig gegen das Grundgesetz verstößt.

Artikel 16 (Staatsangehörigkeit/Auslieferung)

(1)  1Die deutsche Staatsangehörigkeit darf nicht entzogen werden. 2Der Verlust der Staatsangehörigkeit darf nur auf Grund eines Gesetzes und gegen den Willen des Betroffenen nur dann eintreten, wenn der Betroffene dadurch nicht staatenlos wird.

(2)  1Kein Deutscher darf an das Ausland ausgeliefert werden. 2Durch Gesetz kann eine abweichende Regelung für Auslieferungen an einen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder an einen internationalen Gerichtshof getroffen werden, soweit rechtsstaatliche Grundsätze gewahrt sind.

Eine Auslieferung betrifft normalerweise mutmaßliche Straftäter, die in einem anderen Land eine Straftat begangen haben sollen. Wenn schon diese nicht, oder nur unter besonderen Umständen ausgeliefert werden dürfen, und dann auch nur in ein EU-Land, dann ist überhaupt nicht einzusehen, weshalb es mit dem GG vereinbar sein soll, minderjährige Kinder, die einen ganz besonderen Schutz des Staates verdienen, gegen ihren Willen, oder mit Drohungen erpressten Willen, in die ganze Welt zu verschicken. Diese Kinder haben in ihrem „Gastland“ vor ihrer dortigen Ankunft garantiert nichts verbrochen.

Damit erübrigt sich eigentlich auch die Frage, ob so eine Maßnahme für den Betreffenden sinnvoll ist, denn sie ist schlichtweg nicht mit dem GG vereinbar.

Es gibt darüber hinaus weitere Punkte die nicht mit dem GG vereinbar sind.

Doch sehen wir uns doch Mal die angebliche Erfolgsstatistik näher an. Über Erfolg oder Nichterfolg entscheiden die Personen, die die Kinder ins Ausland verschickt haben, und nicht etwa eine neutrale Person/Stelle. Natürlich hat der Auftraggeber, und auch die Jugendhilfeeinrichtung ein Interesse an einem geschönten Ergebnis, um sich persönlich in einem positiven Licht zu präsentieren. Die betreffenden Kinder beurteilen ihre Zeit in der kulturfernen Einöde, weit entfernt von deutschen Erziehungsstandards und Gesetzen  meist ganz anders. Ausbeutung, Kinderarbeit und harte Prügelstrafen finden die Betroffenen ebenso wenig lustig, wie fehlende soziale Kontakte und mangelhafter Schulunterricht, Pseudowebschule und fehlender Deutschunterricht. Vielleicht sollten sich die Befürworter von Kinderdeportationen mal diesen älteren Beitrag aus 2006 durchlesen,vielleicht werden sie dann vom Befürworter zum Skeptiker.

https://linkverzeichnis.wordpress.com/2006/11/03/da-muss-man-die-notbremse-ziehen/

Dass ausgerechnet eine GRÜNE solche Staatsmaßnahmen befürwortet wird sicherlich kaum verwundern. Familie ist für diese Partei ein überflüssiges Überbleibsel aus einer vergangenen Zeit, das ist zumindest mein Eindruck von dieser Partei. Und Frau Schubert-Loy brachte auch noch ein schönes Beispiel, mit einer entsprechenden Begründung, ohne zu erkennen, dass man das auch genau umdrehen kann.

Wenn man ein Kind, nach z. B. 16 Ladendiebstählen, in eine Auslandsmaßnahme schickt, und diese Kind sechs Monate nach seiner Rückkehr wieder einen Ladendiebstahl begeht, dann kann man nicht behaupten,dass die Auslandsmaßnahme nicht erfolgreich gewesen wäre, weil man ja nicht weiß, wie viele Ladendiebstähle das betreffende Kind ohne die Auslandsmaßnahme begangen hätte.

Klingt doch logisch, oder? Das Einfachste wird sein, wir erklären einfach solche Auslandsmaßnahmen für grundsätzlich erfolgreich, egal wie sich das Kind im Ausland entwickelt hat. So stehen die Ämter und Politiker in einem guten Licht, und die Träger können weiterhin mit den Kindern Kasse machen. Ein Beispiel.

Der Jugendliche begeht 16 Straftaten. Er wird für ein Jahr nach Rumänien geschickt. Mir wurde von dort lebenden Deutschen berichtet, dass da Diebstähle völlig normal wären, meinen Rollstuhl könnte ich dort nicht 30 Minuten unbeobachtet stehen lassen.Wenn der Jugendliche dann zurückkommt, und 17 Straftaten innerhalb kurzer Zeit begeht, dann war die Maßnahme erfolgreich, denn es ist nicht völlig auszuschließen, dass er ohne diese Maßnahme 18 Straftaten begangen hätte.

Das erinnert mich an Juristenlogik, wonach bei Berechnung der Anwaltskosten 12 x 200 die Summe von 4800 ergeben soll.

Mal ehrlich, die Aussage von Frau Schubert-Loy zeigt doch ziemlich deutlich, dass ein angeblicher Erfolg gar nicht bewertbar ist.

Zunächst wurde erwähnt, dass es sich bei den bösen Buben im Ausland um Kinder handeln würde, die hier keiner mehr haben will, wegen ihrer Boshaftigkeit. In einem Land mit über 80 Millionen Einwohnern, tausenden von Pädagogen und Psychologen gibt es keine Einrichtungen und keine Menschen mehr, um diese boshaften Kinder zu betreuen.

Im Gegenzug ist aber festzustellen, dass Bauern, Handwerker und Rentner in der ganzen Welt sich um diese Kinder reißen, denn immerhin hat man zur Zeit ca. 1.000 Kinder im Ausland untergebracht, und in den letzten 20 Jahren müssen es sogar mehrere tausend gewesen sein. In einer Vielzahl der Fälle sollen diese Auslandsmaßnahmen auch noch erfolgreich gewesen sein, behaupten zumindest Befürworter wie Frau Schubert-Loy.

Geht`s noch? Bolivische Bauern, Handwerker aus Hungary, Rentner aus Rumänien sind also in der Kindererziehung erfolgreicher, als ausgebildete Pädagogen und Psychologen. Läuft da nicht was verkehrt?

Und Kinderarbeit und Prügel sind in der Erziehung dann erfolgreicher, als die Behandlung mit Drogen in der Kinderpsychiatrie. Ist dann nicht was mit unseren Erziehungsstandards falsch?

Allerdings ist das mit dem angeblichen Erfolg so eine Sache. Die betreffenden Kinder sprechen selten gut über diese Zeiten. Selbst im Erwachsenenalter fühlen sie sich noch ausgenutzt, wenn sie über ihre Erlebnisse in der Auslandsunterbringung berichten. Und auch ehemalige Betreuer, die ursprünglich mal lautere Ziele verfolgt haben, wie unser Informant, oder die Sozialtherapeutin Christa Schudeja berichten negativ über die Auslandsmaßnahmen. Und einige der ehemaligen Betreuer haben durch diese Maßnahmen selber schwere Schäden erlitten. Unserem Informanten ist zuzustimmen. Wenn die Kinder hier in Deutschland versaut wurden, dann ist das hier in Deutschland auch wieder zu korrigieren. Und Menschen wie Frau Schubert-Loy empfehle ich sich selbst mal Gedanken zumachen, und nicht nur nachzublabbern , was andere, mit ihren Interessen, ihr vorkauen.



Frau Wilske geht´s noch? Sie war die Einzige, die noch für Lichtenberger Partei ergriffen hat. Dass sie auch SPD-Mitglied ist, dürfte aber kaum der Hauptgrund gewesen sein. Dass der Jugendamtsskandal rund um Lichtenberger/LIFE der regierenden SPD massiv geschadet hat, dürfte auch sie gemerkt haben. Mein Eindruck von den beiden Sitzungen war, dass auch die meisten SPD-Stadtverordneten mit einem Abgang von Lichtenberger gut leben könnten.
Erstaunlicherweise scheinen es hauptsächlich Frauen zu sein, die noch immer zu Lichtenberger stehen. Die meisten noch Befürworter sind aber von ihm abhängig, oder stehen in einem Naheverhältnis zu ihm. Da stellt sich die Frage, welcher Grund bei Wilske eine Rolle spielt. Frau Wilske ist übrigens für den Stadtteil Weitmar zuständig. Hier ein spannender Link.
http://www.krisenhilfe-bochum.de/index.php?option=com_content&task=view&id=156&Itemid=106
Sie ist fachliche Leiterin der KRISENHILFE e.V. Dort, wen wundert es, findet man im Vorstand des Vereins, Lichtenbergers Töchterlein.

Sarah Lichtenberger
Leiterin der Individualschule Bochum

Wie war das doch mit „abhängig“ oder „Naheverhältnis“?


Zurück zu dem Jugendamtsleiter. Der kam auch noch zu Wort. Und das was er sagte, stand eigentlich eher im Widerspruch zu dem was Frau  Schubert-Loy so verbreitet hatte.

Schubert-Loy hatte ja verkündet, dass die Auslandsmaßnahmen angeblich so erfolgreich gewesen wären.

Dolf Mehring verkündete, dass in Bochum die freien Träger angeblich gleich behandelt worden wären. Im Bericht des Rechnungsprüfungsamt war dagegen zu lesen, dass es eine Dienstanweisung gegeben hätte, Träger aus Bochum zu bevorzugen. Dann können die freien Träger natürlich nicht gleich behandelt werden. Aktuell sind 100% der Auslandsmaßnahmen der Stadt Bochum an einen freien Träger aus Bochum vergeben, nämlich der LIFE-Jugendhilfe GmbH des SPD-Stadtverordneten Lichtenberger. Allerdings liegt das auch daran, dass Bochum zur Zeit nur noch 1 Kind im Ausland untergebracht hat, damit sind natürlich nur 0% oder 100% möglich.

Das Jugendamt betont, dass man es ablehnt, die Kinder weit entfernt, in der Pampa etc. unterzubringen, sondern dies nur im EU-Ausland machen würde. Aktuell befindet sich ein Junge in Frankreich. Hier ein aktueller Hinweis, dass im November (2015) ein Mädchen in der Obhut eines Jugendamtes in Italien umgekommen ist. Bezüglich Frankreich hat sich Lichtenberger in der Ratssitzung des Rhein-Sieg-Kreis in Siegburg geäußert.

Auf die Sicherheitslage in der Krisenregion Kirgistan angesprochen meinte Lichtenberger, dass er sich im Moment angeblich mehr um die Sicherheit des Jungen in Frankreich sorgen würde. Vielleicht sollte man das auch mal dem Jugendamt Bochum mitteilen.

Wenn man sich die Auslandsmaßnahmen von Bochum mal näher ansieht, dann stellt man fest, dass früher in einem Jahr bis zu 8 Kinder im Ausland untergebracht wurden. Dies wurde dann immer weniger. 2015 gibt es nur noch ein Kind das man ins Ausland deportiert hat. Warum? Diese Frage stellt sich doch automatisch, wo doch solche Maßnahmen angeblich so erfolgreich sein sollen. Natürlich,weil sie eben nicht besonders erfolgreich sind. Und damit ist die Aussage des Jugendamts ein krasser Widerspruch zu der Behauptung von Frau Schubert-Loy.

Auch das Jugendamt distanziert sich inzwischen immer mehr von Lichtenberger, wie dies jetzt sogar die WAZ festgestellt hat. https://linkverzeichnis.wordpress.com/2015/11/28/jetzt-rueckt-auch-das-jugendamt-von-der-life-gmbh-ab/

Das war ja nicht immer so. Noch im Sommer hatte man verkündet, dass man auch weiterhin mit Lichtenberger/LIFE zusammenarbeiten wolle. Jetzt war sogar von Schadensersatzforderungen die Rede. Dies zeigt, dass es völlig richtig war, und noch ist, den Druck hoch zu halten. Wir bleiben auch weiterhin am Ball, wir werden uns auch von Lichtenberger/LIFE und seinen Anwälten beeindrucken lassen. Damit hatte er vielleicht in der Vergangenheit bei seinen Kritikern einen gewissen Erfolg, hier und heute wird er aber scheitern.

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2 Kommentare zu “Life in aller Munde

  1. Diese Volksdiener haben ihre „Schärflein“ im trockenen, egal was sie für einen Schaden oder Leid anrichten, dafür wird „unsere Justiz“ schon sorgen, denn die ist in allen Angelegenheiten Mitbeteiligte. Da steht die Wahrung des „Krähenprinzips“ über allen Gesetzen, um zu verhindern, daß der Domino-Effekt eintritt und die Unredlichkeiten geahndet werden. Was scheren „Unseren Volksdienern“ Gesetze und Sitten, sofern sie davon nicht selbst profitieren ?

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