Gerhard Lichtenberger

Ein Skandal zu viel!

Noch ein Grund

Ein Kommentar

Ich vertrete ja die Meinung, dass Leute wie Lichtenberger nichts im Stadtrat verloren haben. Allein die Summe seiner Skandale, schreit nach einem Rücktritt. Und nun liefert er uns einen weiteren Grund seine politischen Ämter endlich niederzulegen.

Erinnern wir uns an den Skandal um „Paul“, der in Ungarn untergebracht war. „Paul“ war sicherlich kein Junge der so schwer erziehbar war, dass man ihn im Ausland unterbringen musste. Und die Unterbringung auf einem heruntergekommenen Hof bei einem auf 63 Jahr „verjüngtem“ Rentner, der in Wirklichkeit über 70 Jahre alt war, war sicherlich nicht angebracht. 4 Stunden Schulunterricht die Woche am PC, wobei aber 172 Stunden im Monat gebucht, und sicherlich auch bezahlt wurden, entspricht bestimmt nicht der deutschen Schulpflicht.

Nachdem dieser neuerliche Skandal rund um Lichtenberger, gegen den inzwischen die Staatsanwaltschaft nach einem Anfangsverdacht wegen Betrug ermittelt, vom WDR aufgedeckt wurde, war der Rentner in Ungarn dann ganz plötzlich „krank“ geworden.

Bei einem neuerlichen Besuch des Rentners bestätigt sich aber die angebliche Krankheit nicht unbedingt.

Jetzt wurde Gerd Lichtenberger als „Sachverständiger“ zum Landtag nach Düsseldorf eingeladen. Als „Sachverständiger“, soll das ein Witz sein? Zugegeben, Lichtenberger hat mal was über Schulmöbel geschrieben, aber Lichtenberger als Sachverständigen zum Thema Auslandsunterbringung von Kindern und Jugendlichen zu machen, bedeutet doch den Bock zum Gärtner zu machen.

Am Donnerstag sollte Lichtenberger beim Ausschuss erscheinen. Wir haben hier im Vorfeld darüber kritisch berichtet. Auf Lichtenberger warteten aber nicht nur die Ausschussmitglieder vergeblich, sondern auch zahlreiche Pressevertreter. Gerd Lichtenberger war nämlich ganz plötzlich erkrankt, so wie damals auch die von ihm ausgesuchte Pflegeperson von „Paul“, nachdem dort die Presse auftauchte. Im Umfeld von Lichtenberger scheint es neuerdings also so eine Art kollektive Pressekrankheit zu geben, obwohl er doch jahrelang die Presse immer gesucht hatte.

Ich habe natürlich überhaupt keine Zweifel, dass der alte Herr tatsächlich krank war. Ganz im Gegenteil. Ich mache mir Sorgen. Mir der Pressekrankheit ist sicherlich nicht zu spaßen. Wenn die schwarze Tinte auf dem Papier einmal richtig zugeschlagen hat, dann wird man die so schnell nicht wieder los. Schon bei der nächsten Ratssitzung können die kleinen Presseteufel schon wieder anwesend sein. Sollte dann Lichtenberger wieder fehlen? Hatte er nicht bereits bei der ersten Ratssitzung nach der Sommerpause durch Abwesenheit geglänzt? Und hat Lichtenberger nicht auch das Traum-, nein eher Trauerergebnis, von 38,5% für den SPD.Kandidaten bei der OB-Wahl mitzuverantworten? Ist es der Schwere seiner Krankheit zu schulden, dass er regelmäßig Mitarbeiter seiner Unternehmen schicken muss, uns, besonders natürlich mich, bei öffentlichen Auftritten zu beschatten?

Ich mache mir Sorgen. Gesundheit ist ein wichtiges Gut. Deshalb frage ich mich, ob es nicht besser wäre, wenn wir die angebliche Krankheit als Grund vortäuschen sämtliche politischen Ämter niederzulegen. Jetzt wäre doch der richtige Zeitpunkt dafür. Wir, das Volk und der Wähler hätten Verständnis dafür. Wir sind es ja gewohnt belogen und betrogen zu werden. Und ein Rücktritt wegen einer angeblichen Krankheit hört sich doch besser an, als ein Rücktritt wegen den zahlreichen Skandalen in den letzten Jahren. Wir, das Wahlvolk, würden das auch sofort glauben, zumindest könnten wir damit leben.

Also mach schon. Statt Tränen gibt es dann zum Abschied einen feuchten Händedruck, und einen dank für die angeblich „gute Arbeit“. Und nicht vergessen, sag zum Abschied  …

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